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Der Adel Schaffhausens

Die Wurzeln der oberen Gesellschaft zun Herren liegen in der Gründungszeit der Stadt Schaffhausen. Der «Adel» – also reichsfreie Bürger sowie Burg- und Schlossbesitzer der Umgebung – taten sich zusammen und trafen sich vermutlich regelmässig auf der «Herren-Stube». Diese beherbergt heute eine Filiale der Kantonalbank am Fronwagplatz.
Dieser Treffpunkt entwickelte sich in der Folgezeit zur Politik-bestimmenden Kraft in der Stadt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts führte der wirtschaftliche Aufschwung zum Aufstand der Zünfte gegen die Vorherrschaft der «Herren». Als Organisationen der aktiven Stadtbürger wollten sie das politische Geschick der Stadt mitbestimmen.
Wie andernorts kamen aber auch die Zünfte Schaffhausens nicht ganz ohne die Adeligen und Kaufleute aus. Denn gerade das Gewerbe war auf gute Kundschaft und Lieferanten aus diesen Kreisen angewiesen. Nach zunächst heftigen Auseinandersetzungen einigte man sich im Jahre 1411 und akzeptierte eine Gesellschaft, die gegenüber den Zünften sogar leicht grössere politische Rechte besass.

 

Abspaltung der Kaufleute

Etwa in der gleichen Zeit bildeten jene Mitglieder der Gesellschaft, welche im Handel tätig waren, eine separate Gesprächsrunde. Sie trafen sich auf der «unteren Stube», in einem Haus an der Vordergasse, das näher am Rhein lag als die Herrenstube. Darin liegt denn auch der Ursprung der Bezeichnung «obere» Gesellschaft, die sich bald ganz von der «untern Stube» trennte. Die «untere Stube» entwickelte sich daraufhin zur Gesellschaft zun Kaufleuten.

Kontakt

Obherr
Hans von Mandach
Informatiker
+41 (0)44/391 95 04
hvmandach@mdis.ch

Kontakt

Zunftschreiber
Christoph Stokar
+41 (0)44/260 78 70
christoph@stokar.ch

Zunftspruch

Im Felde, dem roten, da zeiget die Lanze des Ritters den Adel der Ahnen, dem sie, die Gesellschaft, entspross! Und wird sie den Bürger, den Biedermann brüderlich lieben, dann zeigt sich der Enkel dem Ahnherrn erst würdig und gross.

Zunftfamilien

Im Thurn, von Mandach, Stokar von Neuforn, von Stokar